Alonso lässt Konkurrenz hinter sich

4. Juli 2004, 15:36
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Spanier auf Renault mit klarer Bestzeit im Qualifying vor Michael Schumacher und Coulthard - Klien auf Platz 13

Magny-Cours - Der Spanier Fernando Alonso hat am Samstag im Qualifying für den Formel-1-Grand-Prix von Frankreich in Magny-Cours die Pole Position erobert. Der Renault-Pilot erzielte in 1:13,698 Minuten auf dem 4,411 km langen Circuit de Nevers überlegene Bestzeit vor Weltmeister und WM-Spitzenreiter Michael Schumacher (+0,273 Sek.) sowie dem Schotten David Coulthard (+0,289) im McLaren-Mercedes. Der Vorarlberger Christian Klien nimmt den zehnten WM-Lauf der Saison am Sonntag (Start: 14:00 Uhr) als 13. (+1,367) aus der siebenten Reihe in Angriff. Für Alonso war es die dritte "Pole" seiner Karriere.

"Natürlich ist diese Pole toll, doch das heißt noch gar nichts. Viel wichtiger ist, dass ich im Rennen am Ende ganz vorne bin", betonte der jüngste GP-Sieger aller Zeiten, der am 29. Juli 23 Jahre alt wird. Nachsatz: "Ich hoffe, dass ich jetzt endlich einmal Glück habe"

Zuletzt drei Ausfälle

Damit spielte der in Oxford lebende Spanier auf seine drei Ausfälle in den vergangenen vier Rennen an. In Monaco hatte er einen Unfall im Tunnel, und nach Platz fünf im Europa-GP auf dem Nürburgring stoppten ihn zuletzt bei den Überseerennen in Montreal (Getriebeschaden) sowie Indianapolis (Reifenplatzer bei Tempo 340 auf der Zielgeraden) Defekte.

Keinerlei technische Probleme hatte heuer bisher Michael Schumacher, der nach acht Siegen in neun Rennen überlegen die WM anführt und seine Solofahrt zum siebenten Titel am Sonntag fortsetzen will. "Wir sind in der ersten Reihe, das ist zwar nicht ganz so gut wie geplant, aber wir sind noch immer zufrieden, denn über die Strategie ist da noch eine Verbesserung möglich. Aber das wird sicher ein ganz schweres und spannendes Rennen", meinte "Schumi" nach dem Qualifying.

Erleichterung bei McLaren

Kein Haar in der Suppe fand dagegen Coulthard, der dafür sorgte, dass heuer erstmals ein McLaren-Mercedes den Sprung in die Top 3 im Einzelzeitfahren schaffte. "Wir sind sehr froh und natürlich erleichtert, dass unser neues Auto ein definitiver Schritt nach vorne ist. Hoffentlich sind wir auch im Rennen vorne dabei", lautete das Resümee des Schotten.

Der Spanier Marc Gene, Ersatzpilot für den verletzten Wahl-Salzburger Ralf Schumacher, machte gute Figur und landete auf Rang acht (+0,577) und steht damit am Sonntag unmittelbar hinter seinem Williams-BMW-Teamkollegen Juan Pablo Montoya (6./+0,474) in Reihe vier. "Mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden. Ich habe es geschafft, im richtigen Moment beste Arbeit zu machen", lautete der Kommentar des 30-jährigen Katalanen. "Im Rennen sollte ein Platz unter den Top Sechs für mich möglich sein." (APA)

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