US-Angriff in Khalidija: Fünf Iraker getötet

4. Juli 2004, 19:22
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Raketenangriff auf US-Truppen südlich von Bagdad - US-Truppen entdecken Autobombenwerkstatt bei Bagdad - 51 Festnahmen

Bagdad - Bei einem US-Angriff in der Stadt Khalidija sind am Samstag nach Augenzeugenberichten fünf Iraker ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, als ein Panzer in der 75 Kilometer westlich von Bagdad gelegenen Stadt ein Haus beschossen habe.

Der Vater eines der Opfer sagte, es habe für den Beschuss keinen Anlass gegeben. Das Haus, vor dem die Männer saßen, sei ohne vorherige Warnung angegriffen worden. Eine unabhängige Bestätigung für den Vorfall gab es zunächst nicht.

Raketenangriff

Ein Stützpunkt der unter polnischem Kommando stehenden multinationalen Truppen südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad ist am Samstagmorgen mit mehreren Raketen angegriffen worden. Das berichteten Augenzeugen. Gleichzeitig stand eine Ölpipeline im Südirak nach einem Beschuss in Brand, verlautete aus dem irakischen Erdölministerium. In dem Militärlager in Hilla, 110 Kilometer südlich der Hauptstadt, brach nach dem Raketeneinschlag ein Feuer aus. Es gab vorerst keine Berichte über Tote oder Verletzte.

Bombenwerkstatt

US-Soldaten haben bei Razzien in einer mutmaßlichen Bombenwerkstatt und in mehreren Waffenlagern in Bagdad 51 Menschen festgenommen. Die Soldaten hätten dabei eine Werkstatt ausgehoben, in der gerade vier Fahrzeuge mit Autobomben präpariert worden seien, teilte die US-Armee am Samstag mit. Laut US-Militärsprecher James Hutton wurden auch automatische Waffen, Munition, Sprengstoff und ein Betrag von 12 Millionen irakischen Dinar (7.200 Euro) gefunden. Hutton sprach von einem Schlag gegen "die antiirakischen Kräfte".

Zu den Festgenommenen zählten auch die mutmaßlichen Drahtzieher eines Anschlags, bei dem zwei US-Soldaten getötet worden waren, teilte die US-Armee mit.

Seit Donnerstag vier tote US-Marines in Provinz Anbar

die 1. US-Marineinfanteriedivision in Falluja, dass ein US-Soldat seinen Verletzungen erlag, die er am Freitag bei einem Einsatz in der westlichen Provinz Anbar erlitten hatte. Insgesamt starben damit am Donnerstag und Freitag vier US-Marines in der Provinz, in der die Unruheherde Falluja und Ramadi liegen. (APA)

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