Federer erwartet Andy Roddick

4. Juli 2004, 18:59
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Im Endspiel am Sonntag treffen sich mit Roger Federer und Andy Roddick die Nummern eins und zwei

London - Titelverteidiger Roger Federer hat am Samstag souverän den Einzug ins Wimbledon-Endspiel geschafft. In der Hängepartie gegen Sebastien Grosjean kannte der Schweizer am Samstag im feuchten London keine Gnade und demonstrierte beim 6:2,6:3,7:6(6) eindrucksvoll seine Übermacht auf dem "Heiligen Rasen". Wesentlich mehr Mühe hatte Andy Roddick, eher er sich über den talentierten Kroaten Mario Ancic mit 6:4,4:6,7:5,7:5 durchsetzte und sein erstes Wimbledon-Finale fixierte.

Federer benötigte im einseitigen Halbfinale hingegen nur 1:59 Stunden. Dem überforderten Franzosen nutzte es auch nichts, dass die Partie am Vortag im dritten Satz beim Stande von 4:3 für den aufschlagenden Topfavoriten verschoben worden war.

Gut geschlafen

"Wenn man so gut gespielt hat und einem nur noch zwei Punkte fehlen, dann kann man sehr gut schlafen", sagte Federer und ließ sich von den knapp 14.000 Zuschauern auf dem Center Court feiern. "Ich bin unheimlich froh, wieder im Finale zu sein", gestand Federer. Nach der Wiederaufnahme hatte ihm Grosjean gleich den Aufschlag abgenommen und schien die vom Regen geschenkte neue Chance nutzen zu können. Doch sein Kontrahent zeigte Kämpfer-Qualitäten und ließ sich auch von zwei ungenutzten Matchbällen zum möglichen 6:4 nicht beirren. Im Tiebreak verfolgten ihn zwar die schlechten Erinnerungen an das Viertelfinale gegen Lleyton Hewitt. Doch der zweite Satzverlust im gesamten Turnierverlauf blieb ihm erspart.

"Na klar, habe ich an den vergebenen Tiebreak gedacht", bekannte der Eidgenosse. Prompt hatte er 0:4 zurückgelegen. Grosjean reichte aber auch dieser Vorsprung nicht - zu klar war die Überlegenheit Federers.

Der Regen kennt keine Partei

Andy Roddick holte der Regen auch am Samstag wieder ein. Hatte er sich am Freitag noch über die Zwangspause geärgert, so durfte er nach rund einer Dreiviertelstunde der Wiederaufnahme froh sein, den Platz fluchtartig verlassen zu dürfen. Seinen 6:4,4:3-Vorsprung hatte er verspielt, musste den Satzausgleich hinnehmen und lag im dritten Durchgang bei eigenem Aufschlag mit 4:5 zurück. Doch der US-Open-Sieger kämpfte sich zurück und zog mit Glück und Geschick in sein zweites Grand-Slam-Finale ein. Gegen einen Federer in dieser Form ist er im Traumfinale aber Außenseiter. (APA)

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