Neue Marke "Liechtenstein" soll Unverwechselbarkeit bringen

19. Juli 2004, 16:42
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Die Werte des Fürstentums sollen in Zukunft einprägsam nach außen kommuniziert werden

Das Fürstentum Liechtenstein tritt ab sofort als Marke auf. Die sechs Kernbotschaften zur Darstellung des Landes wurden in einer Marke zusammengefasst. Damit sollen die Werte des Fürstentums in Zukunft einprägsam nach außen kommuniziert werden.

Was macht Liechtenstein aus? Diese Frage sei am Anfang des Marken-Bildungsprozesses gestanden, erläuterte Gerlinde Manz-Christ, die Leiterin der Liechtensteiner Stabsstelle für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, in Vaduz vor Journalisten. Das Fürstentum stehe im Wettbewerb mit anderen Staaten, die ähnliche Symbole wie Liechtenstein hätten. Ausgehend von den vielschichtigen Antworten auf die Kernfrage wurde die Dachmarke Liechtenstein kreiert.

Sechs Elemente

Diese Marke ist aus einem Schriftzug "Liechtenstein" bzw. "Li" und einer stilisierten Krone zusammengesetzt. "Li" wurde der bestehenden Abkürzung "FL" vorgezogen, weil letztere außerhalb Europas zu Verwechslungen mit anderen Staaten oder Regionen geführt hatte.

Die Krone in der Dachmarke besteht aus sechs Elementen - diese sollen die sechs Kernbotschaften des Fürstentums symbolisieren: Per Eigendefintion ist Liechtenstein ein international vernetzter Kleinstaat, diversifizierter Wirtschaftsstandort, erfolgreicher Finanzplatz, ein gastfreundliches Ferien- und Freizeitland, hat ein vielfältiges Kulturleben und ein unternehmerisches Fürstenhaus. Bestandteile des Schriftzugs und der Kronen-Symbole sind Blume (steht für Natur), Kreis (Finanzen) und Raute (Industrie), die fließend ineinander übergehen. "Liechtenstein ist mehr als nur Wirtschaftsstandort, Finanzplatz, Bildungsstandort, Kulturstandort. Es geht darum, Position zu beziehen, vom Standort zum Standpunkt zu kommen", betonte Liechtensteins Regierungschef Otmar Hasler bei der Vorstellung der Marke.

"Jeder Liechtensteiner ist ein Botschafter seines Landes"

Die Marke Liechtenstein soll übrigens nicht durch eine Kampagne in die Welt hinaus getragen werden, sondern durch die ansässigen Unternehmen, die Verwaltung sowie die Liechtensteiner selbst. "Jeder Liechtensteiner ist ein Botschafter seines Landes", mahnte Manz-Christ. Michael Gattenhof, Geschäftsführer der Stiftung Image Liechtenstein, ergänzte, dass bereits mehrere Gemeinden um Erlaubnis gefragt hätten, die Marke auf ihrem Briefpapier verwenden zu dürfen. In der Wirtschaft scheint diese Botschaft auf fruchtbaren Boden zu fallen: Das renommierte Liechtensteiner Unternehmen Hilti hat schon am Tag der Präsentation Fahnen der Marke Liechtenstein neben den Betriebsflaggen gehisst. (APA)

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