Damit die Koffer auch ankommen

9. Juli 2004, 11:04
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Delta Air will alle Koffer mit RFID-Funk-Etiketten ausstatten - Gepäcktransport soll sicherer werden

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat angekündigt künftig alle Koffer, die auf US-Flughäfen abgefertigt werden, mit einer RFID-Funk-Etikette zu versehen. Durch das RFID-System (Radio Frequency Identification) sollen die Gepäckstücke weniger oft verloren gehen und im Verlustfall leichter auffindbar werden. Bisher werden optisch gescannte Strichcodes für das Reisegepäck verwendet.

RFID-System

Beim RFID-System handelt es sich um elektronische Etiketten, die auf einem speziellen Chip Daten speichern und diese ohne zusätzliche Energiequelle über Funk übertragen können. Die Fluglinie könnte einen verloren gegangenen Koffer damit orten und den Passagier sofort informieren, wo sich sein gesuchtes Gepäckstück gerade befindet und wann er es wieder bekommen kann. Ist der Koffer am Ziel, wird die Funk-Etikette - wie bisher der angeklebte Papierstreifen mit Flugnummer und Daten - einfach weggeworfen.

25 Millionen Dollar

Delta will 25 Mio. Dollar (20,6 Mill. Euro) innerhalb der nächsten zwei Jahre in den Aufbau des Systems investieren. Die Aufwendungen könnten sich schnell amortisieren, denn die Kosten für die Suche nach verlorenen Koffern betragen jährlich 100 Mio. Dollar (82,3 Mill. Euro). Pro Jahr erreichen von rund 80 Millionen durch Delta Air transportierten Gepäckstücken rund eine Million nicht gleichzeitig mit dem Inhaber den Zielflughafen.

Das neue Verfahren soll in zwei Jahren einsatzbereit sein. Welcher Technologie-Anbieter zum Zug kommt, sei noch nicht entschieden, berichtet die "New York Times". Derzeit würden mehrere Produkte ausführlich getestet.(apa)

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