Diskussionen über Legalisierung wilder Ehen und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften

4. Juli 2004, 19:50
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Debatte um Vorschläge der Forza Italia und der Opposition

Rom - In Italien beginnt kommende Woche im Parlament eine Debatte über zwei umstrittene Gesetzprojekte, die unter anderem die Legalisierung wilder Ehen und von Homo-Paaren vorsieht. Die beiden Gesetzentwürfe, die nach Angaben der römischen Tageszeitung "La Repubblica" von den Linksdemokraten und von der Regierungspartei Forza Italia eingereicht wurde, nimmt sich an dem so genannten "Zivilen Solidaritätspakt" (PACS) ein Beispiel, der in Frankreich die gemeinsame steuerliche Veranlagung, Gütergemeinschaft und bevorzugte Erbbestimmungen von Paaren vorsieht.

Bisher war in Italien jeglicher Versuch zur Legalisierung unverheirateter Paare gescheitert. Der Vatikan hatte öfters in den vergangenen Monaten vor Gesetzen gewarnt, die "die auf der Ehe begründete Familie" gefährden und "nicht mit dem Plan Gottes übereinstimmen". Der Papst warnte auch vor Gesetzen, die Ehen unter Homosexuellen legalisieren und die Einheit der Familie gefährden.

Trotz der heftigen Debatte bleibt Italien eines der EU-Länder mit der geringsten Zahl an wilden Ehen. Auch die Zahl der außerehelichen Kinder ist im Stiefelstaat sehr gering. Nur acht Prozent der italienischen Kinder hat unverheiratete Eltern. Laut Umfragen sind 51,6 Prozent der Italiener für die Einführung von Homosexuellen-Ehen. (APA)

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