Rumänien will als EU-Mitglied "Brückenfunktion" einnehmen

3. Juli 2004, 16:14
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Außenminister: Erweiterung Richtung Balkan, Kaukasus, Moldawien

Bukarest - Geht es nach dem rumänischen Außenminister Mircea Geoana, soll sein Land als EU-Mitglied eine "Brückenfunktion" für eine weitere Ausdehnung der Union Richtung Osten einnehmen. Die Erweiterung der EU über die eigene Ost-Grenze hinaus sei für Rumänien eine "diplomatische Verpflichtung", so Geoana Donnerstag Abend bei einem Kongress über die Perspektiven der EU-Erweiterung in London laut der rumänischen Nachrichtenagentur Rompress.

Rumänien muss eine "Brücke" sein für eine mögliche Ausdehnung der EU Richtung Balkan, Kaukasus, Ukraine und Moldawien. So könne man zur "Wiederentdeckung der ursprünglichen Konturen Europas beitragen". Weitere zentrale Aufgaben für das EU-Mitglied Rumänien wären der Kampf gegen illegale Einwanderung, Drogen- und Menschenhandel.

Während der EU-Präsidentschaft der Niederlande will Rumänien sich um ein "aktiveres Engagement europäischer Staaten betreffend Moldawien und der abtrünnigen Dnjestr-Region bemühen." Weitere Interessen europäischer Politik sollten in Serbien, dem Kosovo und dem Schwarzmeerbecken liegen, so Geoana.

Es sei sicher, dass die Beitrittsverhandlungen mit der EU bis Jahresende abgeschlossen sind, sagte der Außenminister. Im Frühling soll der Beitrittsvertrag unterzeichnet werden. Rumänien will gemeinsam mit Bulgarien 2007 der EU beitreten. (APA)

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