Herzinfarkt endet zu 50 Prozent tödlich

7. Juli 2004, 11:32
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Deutsche Herzstiftung startet Forschungsprojekt zur Verbesserung der Überlebenschancen

Frankfurt/Main - Ein Herzinfarkt endet für die Hälfte der Betroffenen trotz modernster Behandlungstechniken tödlich. Die Deutsche Herstiftung hat 100.000 Euro aufgebracht, mit denen in den nächsten zwei Jahren ein Forschungsprojekt am Augsburger Klinikum unterstützt werden soll, das dazu beitragen soll, die Überlebenschancen beim Herzinfarkt zu erhöhen.

Bei einem Herzinfarkt können wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. Je später die Behandlung erfolgt, desto mehr Herzgewebe stirbt ab und desto geringer sind die Überlebenschancen. In dem Augsburger Forschungsprojekt soll eine Analyse aller Schritte vom Eintreffen des Notarztes bis hin zur Therapie in der Klinik durchgeführt werden. "Möglicherweise lässt sich in vielen Fällen die Zeit verkürzen, die bis zur rettenden Herzkatheter-Therapie im Krankenhaus verstreicht", überlegt Bernhard Kuch von der kardiologischen Abteilung des Augsburger Klinikums, der die Studie leitet.

Suche nach Maßnahmen gegen Sterblichkeit

Es gilt, Maßnahmen zu finden, mit denen sich die hohe Herzinfarkt-Sterblichkeit senken lässt. Das sind einerseits Ansätze, um die Behandlungsmaßnahmen noch vor der Krankenhausaufnahme zu verbessern. Andererseits soll auch eine Analyse der 24-Stunden-Sterblichkeit im Krankenhaus durchgeführt werden, um die Ursachen hierfür herauszufinden. Bei dem Projekt ist ein Arzt in die Notfallversorgung eingebunden, der die Begleitumstände und Vorerkrankungen bei einem Todesfall ausführlich analysiert.

Damit soll zweifelsfrei geklärt werden, ob es sich bei der Todesursache tatsächlich um einen Herzinfarkt handelt. Erst mit solch exakt erhobenen Zahlen lassen sich dann zuverlässig Veränderungen der Herzinfarkt-Sterblichkeit berechnen, was wiederum Ansätze zur weiteren Verbesserung der Herzinfarkt-Behandlung ermöglicht. (pte)

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