Polizeiorganisationen der EU-Staaten urgieren neuen Europol-Chef

3. Juli 2004, 16:14
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Dachverband EuroCOP sieht "unprofessionelles Verhalten"

Brüssel - Bei der Auswahl des neuen Direktors für Europol entstehe der Eindruck eines Bazars. Der Ruf von Europol werde geschädigt, kritisiert der Dachverband der Polizeigewerkschaften und -vertretungen der EU-Staaten. Nachdem sich die Innenminister auf keine Person einigen konnten, hätten auch die Staats- und Regierungschefs schon zwei Mal die Entscheidung verschoben. "Ein ähnlich unprofessionelles Verhalten bliebe auf nationaler Ebene nicht ohne Konsequenzen für den verantwortlichen Minister", heißt es in einer Aussendung der Dachorganisation EuroCOP.

Dabei hätte der Direktor von Europol eine wichtige Rolle im Kampf gegen Terrorismus zu spielen, meint Heinz Kiefer, EuroCOP-Präsident. Auch sollten die Kandidaten nicht gezwungen werden, weiter mit dieser Unsicherheit zu leben. Der niederländische EU-Vorsitz solle rasch eine Lösung finden. EuroCOP vertritt nach eigenen Angaben über seine Mitgliedsorganisationen 600.000 Polizisten in 18 Europäischen Staaten. (APA)

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