10.000 Briten sterben jährlich an Folgen von Arzneimittelnebenwirkungen

4. Juli 2004, 12:30
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Häufigstes Symptom sind Magenblutungen

Liverpool - 10.000 Briten sterben jedes Jahr an den Folgen von Arzneimittelnebenwirkungen. Forscher der Universität von Liverpool haben die Fälle von 18.820 Patienten untersucht, die zwischen November 2001 und April 2002 in den zwei Krankenhäusern von Merseyside stationär aufgenommen wurden. Dabei fanden sie heraus, dass einer von 16, insgesamt 1.225 Personen, aufgrund einer körperlichen Reaktion auf ein Medikament eingeliefert wurde. 28 Patienten starben.

Magenblutungen

Viele dieser Patienten hatten Aspirin oder andere Schmerzmittel genommen, die als nichtsteroidale antiinflamatorische (entzündungshemmende) Medikamente bekannt sind. Andere nahmen blutverdünnende Präparate, um den Anteil des Wassers im Körper zu reduzieren. Die am meisten verbreitete Reaktion auf diese Medikamente waren innere Blutungen im Magen. Die Forscher sind der Meinung, dass 70 Prozent dieser Reaktionen vermieden werden hätten können. Sie fordern, dass Ärzte bei der Verschreibung von Medikamenten gewissenhafter arbeiten.

Das britische Gesundheitsministerium hat Maßnahmen angekündigt, um Nebenwirkungen von Medikamenten zu identifizieren und davon zu lernen. "Die Sicherheit von Medikamenten wird kontinuierlich von der Arzneimittel-Regulierungsbehörde überwacht, und diese untersucht alle neuen Sicherheitsfragen, die auftreten", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Studie wurde von der Nationalen Patienten-Interessensvertretung begrüßt, die zwar unterstrich, dass täglich eine Millionen Patienten erfolgreich behandelt wird, aber auch ankündigte etwaige Fehler genau zu untersuchen, um sie in Zukunft zu vermeiden. (pte)

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