Zuviel Eiweiß senkt Chancen auf Schwangerschaft

3. Juli 2004, 12:30
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Tests an Mäusen zeigen Beeinträchtigung der fötalen Entwicklung

Berlin - Frauen, die ihre Essensgewohnheiten nach proteinreichen Diäten ausrichten, verringern dadurch ihre Chancen auf eine Schwangerschaft. Forscher an der Universität von Colorado haben Tests an Mäusen durchgeführt, die ergaben, dass bei Mäusen, die eine Diät mit einem 25-prozentigen Proteinanteil halten, die Embryo- und fötale Entwicklung beeinträchtigt wird. Die Forscher glauben, das bedeute, dass Frauen, die sich zu über 30 Prozent von Protein ernähren, Probleme haben könnten, überhaupt schwanger zu werden.

Die Forscher fütterten weibliche Mäuse mit einem hohen Anteil an Protein (25 Prozent) beziehungsweise einem normalen Anteil (14 Prozent). So fanden sie heraus, dass die Mäuse mit der hohen Protein-Diät einen viermal so hohen Anteil an Ammonium in ihren Fortpflanzungsorganen aufwiesen. Frühere Forschungen haben gezeigt, dass ein hohes Niveau von Ammonium Mäuse-Embryos schädigen kann und die Föten-Entwicklung beeinträchtigen kann, indem es ein Schlüssel-Gen - H19 - angreift, das das Wachstum kontrolliert.

Pflanzenfresser vs Allesfresser

Die Forscher nehmen an, dass das Gen nur aktiviert wird, wenn es von der Mutter geerbt wird. Aber bei zwei Drittel der Embryos von Mäusen mit hoher Protein-Diät war es das H19-Gen des Vaters, das eingeschaltet wurde. Diese Embryonen konnten sich später nicht entsprechend in der Gebärmutter entwickeln. Die Studie fand heraus, dass sich über ein Drittel der Embryos in Müttern mit der hohen Protein-Diät entwickelten, im Vergleich zu 70 Prozent die sich normal ernährten. 65 Prozent der Hoch-Protein-Embryos wurden zum Fötus, verglichen mit 81 Prozent von der normalen Diät-Gruppe. Und während sich alle Embryos dieser Gruppe weiterentwickelten, waren es bei der Gruppe mit der hohen Protein-Diät nur 84 Prozent.

David Gardner, Leiter der Studie, erklärte: "Die Rate fötaler Entwicklung wurde als Ergebnis der hohen Protein-Diät der Mutter erheblich reduziert." Weiters betonte er, man müsse vorsichtig sein, diese Daten zu interpretieren, weil es sich bei Mäusen um Pflanzenfresser handelt. Doch man könne diese Daten durchaus hochrechnen. (pte)

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