Moore-Gegner fordern zum Download von "Fahrenheit 9/11" auf

5. Juli 2004, 11:19
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Der Regisseur des kontroversen Dokumentarfilms ist selbst gegen Urheberrechtsgesetze – Download mit der Tauschbörse BitTorrent

Immer rigoroser wird gegen Piraterie im Medienbereich vorgegangen, in US-amerikanischen Kinos wird Jagd auf illegale Mitschnitte gemacht. Mitarbeitern werden sogar Belohnungen bis zu 500 Dollar angeboten, wenn sie Kinobesucher beim illegalen Filmen erwischen.

Schaden

Laut Motion Picture Association of America (MPAA) haben illegale DVD- und Filmkopien 2003 einen Schaden von 52 Millionen Dollar verursacht, wobei die meisten illegalen Aufnahmen während der ersten Tage nach dem Kinostart entstehen würden (Der Webstandard berichtete).

"Fahrenheit 9/11"

So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Dokumentarfilm "Fahrenheit 9/11" des US-Regisseurs Michael Moore schon wenige Tage nach dem Kinostart auf diversen Tauschbörsen zu finden war.

Anti-Moore Seite

Ungewöhnlich ist aber, wie die Downloadmöglichkeit bekannt wurde. Auf der Anti-Moore-Seite MooreWatch.com wurde vom Mitbegründer der Seite Jim Kenefick nämlich auf die Downloadmöglichkeit hingewiesen.

BitTorrent

Dabei wurde auf eine andere Seite verlinkt, die den Download des Films mit dem populären Filesharing Programm BitTorrent ermöglicht. Diese Peer-to-Peer-Technologie gilt als besonders gut geeignet für große Downloads wie zum Beispiel Filme.

Interview

Zusätzlich wird auf ein Michaael-Moore-Interview hingewiesen, in dem sich der Regisseur selbst gegen Urheberrechtsgesetzte ausspricht. "Ich bin mit den Urheberrechtsgesetzen nicht einverstanden und habe kein Problem damit, wenn die Menschen meine Filme herunterladen und weiterverbreiten (...) solange sie nicht versuchen mit meiner Arbeit Profite zu erzielen. Das Interview ist als Film im Internet zu finden.

Attacke

Lions Gate Entertainment, die Distributionsfirma Moores und seine Unterstützer protestierten natürlich gegen MooreWatch.com, selbst eine Denial-of-Service Attacke auf diese Webseite wurde gestartet. Offiziell wurden die Macher der Anti-Moore Seite aber noch nicht von Lion Gates kontaktiert, berichte CNet.com.(red)

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