CMV-Infektion verschlechtert Chancen von HIV-Patienten

11. Juli 2004, 19:58
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Überlebenszeit verkürzt sich um das Vierfache

London - Bei HIV-Patienten verschlechtert eine zusätzliche Infektion mit dem Cytomegalo-Virus (CMV) erheblich die Therapiechancen. Bei ihnen treten nach einer Londoner Studie doppelt so schnell so genannte Zweiterkrankungen auf, und die Überlebenszeit ist um das Vierfache kürzer.

Die in den neunziger Jahren entwickelte hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) hat die Prognose für HIV-Patienten deutlich verbessert. Die Studie an 374 Personen zeigt nun jedoch, dass eine CMV-Infektion die Aussichten noch immer wesentlich verschlechtert und den Krankheitsverlauf beschleunigt. Der US-Forscher Richard Whitley fordert in dem Fachmagazin "The Lancet" Patienten, bei denen die gegenwärtigen Therapieformen scheitern, auf CMV zu untersuchen. (Apa)

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