"Hollywood ist sexistisch"

6. Juli 2004, 11:00
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Rupert Everett glaubt keine Rollenangebote zu bekommen, weil er schwul ist

Hamburg - Der britische Schauspieler Rupert Everett wirft der amerikanischen Filmindustrie vor, Liberalität nur vorzutäuschen.

Der 45-Jährige sagte in einem Interview der Zeitschrift "Gala": "Heutzutage sieht nur alles besser aus. Die Fehler der Vergangenheit sind mit Zuckerguss überzogen." Everett kritisierte: "Hollywood ist noch immer sexistisch, rassistisch und sehr gegen Schwule und Lesben. Man muss heute nur ein wenig tiefer graben, um das herauszufinden."

Der Star aus Filmen wie "Die Hochzeit meines besten Freundes" ärgert sich über ausbleibende Rollenangebote: "Seien wir doch mal ehrlich: Es gibt vielleicht drei Schauspieler in Hollywood, die sich ihre Rollen aussuchen können." Er müsse kämpfen, um überhaupt Jobs zu bekommen. "Da kann man schon mal ein bisschen bitter werden", sagte Everett.

Er verdiene einfach bessere Rollen und würde gerne mal einen Familienvater spielen. Der Grund, warum er sie nicht bekomme, sei ganz einfach: "Ich bin schwul. Und als Schwuler kommst du einfach nicht auf die nächsthöhere Ebene in Hollywood." Auf die Frage, warum er seine sexuelle Orientierung überhaupt bekannt gemacht habe, antwortete Everett: "Dafür haben andere gesorgt. Ich hätte meinen Mund gehalten." (APA)

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    Rupert Everett fühlt sich diskriminiert

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