Wien: Hunderte Einsätze nach heftigen Regenfälle am Donnerstag

2. Juli 2004, 23:22
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In Maria Brunn fielen rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter binnen einer Stunde - einige Ampeln waren ausgefallen

Wien - Hunderte Einsätze, mehr als 1.000 Mann ausgerückt: So lautet die Bilanz nach schweren Regenfällen in Wien und Teilen Niederösterreichs am Donnerstagnachmittag und -abend. Vom Unwetter besonders betroffen war der Bezirk Wien und Wien-Umgebung. Keller wurden überflutet, kleinere Muren gingen ab, Straßenverbindungen waren vorübergehend Seen und damit unpassierbar.

Beträchtliches Verkehrschaos

Eine heftige Gewitterfront fegte am frühen Donnerstagabend über den Osten Österreichs hinweg und sorgte vor allem in Wien für ein beträchtliches Verkehrschaos. Der Schwerpunkt des Gewitters lag aber laut Auskunft der Wetterstelle auf der Hohen Warte in Wien über Maria Brunn vor den Toren der Bundeshauptstadt. Dort fielen binnen einer Stunde mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter. In Wien waren es bis knapp vor 18.00 Uhr rund 30 Liter pro Quadratmeter. Dafür blieb die Blitz- und Donnertätigkeit unter dem Durchschnitt.

20 Zentimeter Wasser auf der Fahrbahn

Laut ÖAMTC ging nach 17.00 Uhr in der Bundeshauptstadt nicht mehr viel weiter: Auf der A23 gab es das "übliche Verkehrschaos", auf der B14 bei Klosterneuburg standen ebenso wie in Purkersdorf rund 20 Zentimeter Wasser auf der Fahrbahn. Dazu waren während des Gewitters einige Ampelanlagen ausgefallen, was das Chaos noch verschärfte.

Die Wiener Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun und musste laut Auskunft der Informationsstelle Dutzende Keller auspumpen. Ab 18.00 Uhr befanden sich die Einsatzkräfte in "erhöhter Alarmbereitschaft".

Von den extremen Niederschlägen besonders betroffen war die niederösterreichische Gemeinde Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg). Wegen Überflutungen mussten einige Straßen im Ortsgebiet gesperrt und Keller ausgepumpt werden. (APA)

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