Blaulichtfunk-Pingpong

7. Juli 2004, 10:48
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Hilfsorganisationen bezweifeln Einsparungen

Die Würfel für die Vergabe des bundesweiten Blaulichtfunksystems ("Digital BOS Austria", vormals "Adonis") sind gefallen, allein es fehlt der Glaube, dass das gesteckte Ziel dadurch auch wirklich zu den genannten kostengünstigeren Konditionen (um die Hälfte billiger als bei der Erstausschreibung) erreicht werden kann. Zweifel dazu äußern die "Hauptbetroffenen", sprich die österreichischen Hilfsorganisationen.

Kostenreduktion

Die Kostenreduktion wurde nicht zuletzt damit begründet, dass die Länder die erforderlichen Funkenmaststandorte zur Verfügung stellen würden. Der Haken für die praktische und zeitliche Umsetzung daran sei jedoch, dass auch die Länder die Standorte erst suchen und kaufen müssen - so die Argumentation der Hilfsorganisationen. Obendrein sei noch nicht geregelt, wer die Endgeräte im Preis von 700 bis 1.000 Euro zahlen würde.

Im Innenminister spielt man den Ball an die Länder weiter. Es liege an ihnen, als Gegenleistung für die Übernahme der Gesprächskosten durch den Bund sich um die Standorte zu kümmern. Und die Länder müssten auch mit den Helfern klären, wer die Funkgeräte bezahlt. Die Organisationen sind verärgert und sprechen von einem Pingpong-Spiel zwischen Bund und Ländern. (Der Standard Printausgabe 1. Juli, 2004, APA, kat)

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