Bush "erfreut" über Verfahrensbeginn gegen Saddam Hussein

3. Juli 2004, 10:47
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USA beliefern irakisches Sondertribunal mit Beweismaterial

Washington - US-Präsident George W. Bush hat sich über den Beginn des Verfahrens gegen den irakischen Ex-Machthaber Saddam Hussein zufrieden gezeigt. Bush sei "erfreut" darüber, dass Saddam Hussein und mehrere seiner engen Gefolgsleute wegen ihrer "Gräueltaten" vor ein irakisches Gericht gestellt würden, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, am Donnerstag in Washington.

Dies sei "ein wichtiger Schritt, der den Irakern helfen wird, die düstere Vergangenheit der brutalen Diktatur Saddam Husseins zu überwinden". Der Ex-Präsident werde sich einer Justiz stellen müssen, die er selbst seinem Volk und den "hunderttausenden Irakern, die unschuldig Opfer seiner Brutalität geworden sind," verweigert habe.

USA liefern Beweismaterial

Die USA liefern dem irakischen Sondertribunal Beweismaterial für den Prozess gegen den früheren Machthaber Saddam Hussein. Wie Außenamtssprecher Adam Ereli am Donnerstag in Washington sagte, arbeitet die US-Regierung unter anderem mit regierungsunabhängigen Organisationen zusammen, um prozessrelevante Informationen zusammenzutragen. Laut Ereli ist die Arbeit des Sondertribunals ein längerer Prozess. Derzeit seien irakische Beamte dabei, Verfahrensregeln und den Verlauf der Beweisaufnahme auszuarbeiten.

Einige Untersuchungen hätten begonnen, aber die Ermittler seien noch weit davon entfernt, alles nötige Material gesammelt zu haben. Ereli betonte, die USA würden sich nicht in die Verfahren gegen den Ex-Machthaber und seine Gefolgsleute einmischen. Allerdings unterstützten ein US-Kriminalexperte und seine Mitarbeiter das irakische Gericht, für das Washington 75 Millionen Dollar (rund 62 Millionen Euro) bereitstellte. (APA)

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