Mölzer: Stadler-Kandidatur als Vize-Parteichef bleibt aufrecht

1. Juli 2004, 17:46
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Neo-EU-Abgeordneter nach Gespräch mit Haider: Kompromiss zeichnet sich ab - Haider gibt keine Auskunft über Personalpaket

Wien - Der Neo-EU-Abgeordnete der FPÖ, Andreas Mölzer, hofft im Zug der Debatte um die künftige freiheitliche Führungsmannschaft "auf einen Kompromiss". Das hielt Mölzer Donnerstag Nachmittag nach einem "in amikaler Atmosphäre" verlaufenen Gespräch mit Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (F) in einer Aussendung fest.

"Tragfähige Lösung"

Demnach bleibe die Kandidatur des von der "Arbeitgemeinschaft freiheitliche Zukunft" vorgeschlagenen Volksanwalts Ewald Stadler für den Stellvertretenden Parteiobmann am Parteitag in Linz zwar weiter aufrecht. "Es wäre aber durchaus eine tragfähige Lösung, wenn in die Parteiführung als Parteiobmann-Stellvertreter profilierte freiheitliche Landesparteiobmänner, wie etwa Salzburgs FPÖ-Chef Karl Schnell, die niederösterreichische FPÖ-Chefin Barbara Rosenkranz oder Vertreter der Wiener Landesgruppe eingebunden würden", so Mölzer weiter.

Einbindung Stadlers "unumgänglich"

Nachdem aber von der designierten Parteiobfrau Ursula Haubner ja von einem "Team der besten Köpfe" gesprochen worden sei, "ist es zweifellos unumgänglich, den profiliertesten Oppositionspolitiker nach Jörg Haider, Ewald Stadler, den Vater des geltenden Parteiprogramms und populären Volksanwalt, in ein solches Team einzubinden". Wie Haider bereits öffentlich signalisiert habe, "wäre eine solche Einbindung auch in einer anderen Führungsfunktion in der Partei verbunden mit realen Führungsaufgaben denkbar". Auch diese Lösung "wäre überaus zufrieden stellend", betonte Mölzer.

Keine Auskunft zum Personalpaket für den Parteitag war auch von Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (F) zu erhalten. Auf die Frage, in welcher Funktion Volksanwalt Ewald Stadler künftig in die Parteiarbeit eingebunden werden solle, meinte Haider lediglich: "Das werden wir jetzt beraten." Und: "Jeder muss eingebunden werden, der arbeiten will", so Haider. (APA)

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