Jugendliche Handy-Nutzer haben früher und mehr Sex

9. Juli 2004, 11:01
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"Mehr Flexibilität" bei der Gestaltung ihrer Beziehungen

Jugendliche Handynutzer haben Norweger Forschern zufolge deutlich früher und mehr Sex als andere. Das Team vom Soziologischen Institut der Universität Oslo hatte das Verhalten von 10.000 Jugendlichen untersucht. Wie die Zeitung "Aftenposten" berichtete, gaben zwei Drittel der Befragten mit häufiger Handy-Nutzung im Alter zwischen 13 und 18 Jahren an, dass sie ihren ersten Geschlechtsverkehr hinter sich haben. Bei den Jugendlichen ohne oder mit geringer Handy-Nutzung waren es dagegen nur acht bis neun Prozent.

Handy- Nutzung

Die Forscher selbst führen den frühen Sex direkt auf die Handy- Nutzung zurück. Der für die Untersuchung verantwortliche Professor Willy Pedersen sagte, er sei "außerordentliche überrascht" von dem massiven Einfluss, den Handy-Gespräche sowie Textmitteilungen (SMS) auf den Beginn sexueller Kontakte mit anderen und deren Häufigkeit hätten. So habe die Befragung der Jugendlichen auch ergeben, dass die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr in direktem Zusammenhang mit der Häufigkeit der Handy-Nutzung steht. Man habe bei der Auswertung andere Faktoren wie Einfluss der Eltern berücksichtigt und herausgefiltert, erklärte Pedersen.

"Mehr Flexibilität"

Zu den Hintergründen meinte der Soziologe, der Austausch von Mobiltelefon-Nummern verschaffe den Jugendlichen "mehr Flexibilität" bei der Gestaltung ihrer Beziehungen. Das führe schnell zu intensiven und intimen Kontakten.(Apa)

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