13-Jährige entkam Kindermörder nur knapp

6. Juli 2004, 11:26
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Fourniret gab sich als Kunstlehrer aus - Opfer konnte sich von den Fesseln selbst befreien

Paris - Wenn der nun geständige Kindermörder Michel Fourniret gefasst werden konnte, so ist das der Courage der der 13-jährigen Marie-Ascension zu verdanken, die ihm mit knapper Not entkam. Sie sei am 26. Juli 2003 in ihrem Heimatort Ciney in Belgien von Fourniret angesprochen worden, erzählte Marie-Ascension der Tageszeitung "Le Parisien".

Fourniret gab sich als Kunstlehrer aus

Marie-Ascension, die damals 13 Jahre alt war, stammt aus Burundi. Fourniret saß am Steuer seines Citroën C15. Er gab sich als Kunstlehrer aus und überredete sie, zu ihm ins Auto zu steigen, damit er sie zur Schule mitnehmen könne. Zunächst sei Fourniret "sehr freundlich und überzeugend" gewesen. Schon bald aber habe er ihr gedroht: "Halt's Maul, sonst schlage ich dich."

Von den Fesseln selbst befreit

Als sie in der Falle saß, habe sie gebetet, berichtete Marie-Ascension. Der Entführer habe ihr Hände und Füße gefesselt und sie im Laderaum des Wagens hinter einem Vorhang versteckt. Marie-Ascension aber konnte sich von den Fesseln befreien. An einer Kreuzung sprang sie durch die Heckklappe aus dem Wagen, ohne dass Fourniret es bemerkte. Das verängstigte Mädchen wurde von einer Autofahrerin aufgelesen, 23 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt.

Kennzeichen gemerkt

Die Retterin rechnete bereits damit, dass sie dem Wagen des Entführers begegnen könnten und sagte, sie müssten sich das Kennzeichen merken. Als genau dies passierte, rief Marie-Ascension: "Er ist es, ich bin sicher." Kurz darauf konnte die Polizei Fourniret festsetzen. Einer der Polizisten sagte, der Täter habe bei der Festnahme "ruhig und überlegt" gewirkt. (APA)

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    Michel Fourniret

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