Hypo Alpe Adria-Bank zeigt Ed Fagan wegen Erpressung an

18. Juli 2004, 18:34
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Vorstand unter Druck gesetzt - Staatsanwaltschaft ermittelt

Klagenfurt/Wien - Die Kärntner Hypo Alpe Adria-Bank hat den US-Anwalt Ed Fagan bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Kulterer bestätigte am Donnerstag gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Format" in der am Freitag erscheinenden Ausgabe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der versuchten, schweren und gewerbsmäßigen Erpressung.

Nach wochenlangem Schweigen reagierte die Bank damit gegen eine Flut von Klagen, mit denen Fagan die Hypo eingedeckt hatte und die mittlerweile einen Streitwert von mehr als 1,3 Mrd. Dollar (1,07 Mrd. Euro) erreichen.

Der amerikanische Advokat vertritt Anleger, die sich von der Kärntner Bank geschädigt fühlen. In einer der Anzeigen Fagans wurde Kulterer sogar eines Mordkomplotts gegen einen ehemaligen Geschäftspartner bezichtigt.

Gezielt unter Druck gesetzt

Fagan habe immer wieder versucht, den Vorstand der Bank und damit auch ihn persönlich gezielt unter Druck zu setzen, argumentiert Kulterer in seiner Strafanzeige. Dies sei im Vorfeld zivilrechtlicher Forderungen erfolgt, die in keiner Weise fundiert seien.

Fagan wird im "Format" mit den Worten zitiert: "Von einer Klage ist mir nichts bekannt." Bevor er sie nicht gesehen und mit seinem Anwalt gesprochen hätte, könne er dazu gar nichts sagen. (APA)

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