Arbeitszeitverlängerung durch Weiterbildung möglich

16. Juli 2004, 11:30
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Wifo-Chef Krame: "Österreich muss innovativer und produktiver werden" - Keine Angaben über Nachfolger

Wien - Österreich müsse künftig "innovativer und produktiver" werden, betont Wifo-Chef Helmut Kramer. Die Aus- und Weiterbildung müsse verbessert und die Forschung ausgebaut werden, forderte Kramer am Donnerstag im "Ö1-Mittagsjournal" des ORF. Die Weiterbildung könnte dabei Teil der Arbeitszeit werden, damit sei eine Verlängerung der Arbeitszeit möglich. Weiters müsse die Effizienz von staatlichen Institutionen überprüft und auf den neuesten Stand gebracht werden.

Die laufende Debatte um eine Verlängerung bzw. Flexibilisierung der Arbeitszeit sei zwar "notwendig", weil sich der Standort Österreich gegen die wachsende Konkurrenz behaupten müsse, so Kramer. Allerdings werde die Diskussion "falsch aufgezogen". Es gehe nicht darum, mehr zu arbeiten und Gleiches zu produzieren, die eigentliche Herausforderung sei es, Neues produzieren und neue Märkte bearbeiten. "Eine der höchsten Prioritäten" sei dabei die Verbesserung der Weiterbildung für einen "flexibleren Arbeitseinsatz". Länger zu arbeiten sei aber "als generelle Strategie nicht sinnvoll und sogar gefährlich", Österreich müsse vielmehr innovativer werden. Wenn Österreich das aktuelle Sozialsystem behalten wolle, seien Veränderungen notwendig.

Kramer will sich, wie er heute betonte, zu Jahresende in die Pension zurückziehen, wenn es einen "geeigneten Nachfolger" gibt. Nähere Angaben dazu wollte Kramer aber nicht machen. Er gebe auch "keine offiziellen Empfehlungen" für seine Nachfolge ab.(APA)

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