Neues Forschungszentrum für Zelltechnologie

9. Juli 2004, 20:20
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Ziel sind Entwicklungen auf dem Gebiet der Zelltherapie

Krems - In Krems entsteht unter der Leitung der Universitätsprofessoren und Ärzte DDr. Johannes Huber und Dr. Sepp Leodolter in Zusammenarbeit mit der Donau-Universität Krems (DUK) ein neues Forschungszentrum für Zelltechnologie. Die Cell Danube AG als Projektträger greift dabei neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Zelltherapie auf und setzt sie klinisch um. Standort ist das RIZ (Regionales Innovationszentrum) Krems.

Tests mit körpereigenen Immunzellen

Zur Aufgabenstellung erläuterte die Landesentwicklungsagentur Eco Plus in einer Aussendung, dass die Cell Danube AG klinische Tests mit körpereigenen Immunzellen zur Behandlung von Patienten durchführt, die an fortgeschrittenen gynäkologischen und hormonabhängigen Tumoren leiden. Dabei werden aus dem Patientenblut Vorläuferzellen der so genannten dendritischen Zellen isoliert.

Diese dendritischen Zellen gehören zu den wichtigsten Zellen des Immunsystems und sind beim gesunden Menschen vor allem für die Einleitung der Immunabwehr gegen diverse Krankheitserreger und Tumorzellen verantwortlich. Weiters werden Muskelzellen zur Behandlung der Beckenbodenschwäche gezüchtet und die Transdifferenzierung von Trophoblastenzellen in Neurone (Nervenzellen) und Myoblasten (Muskelvorläuferzellen) erforscht.

Die Geschäftsstelle für Technologie und Eco Plus haben das Unternehmen im Zuge der Ansiedlung in Krems umfassend beraten, betreut und die Finanzierung sichergestellt. (Apa)

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