Erfolg für Hans Weingartner in München

7. Juli 2004, 08:13
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Die hoch dotierten Förderpreise Deutscher Film wurden beim Filmfest vergeben - auch an Stipe Erceg und Marie-Luise Schramm

München - Der Film "Die fetten Jahre sind vorbei" des Vorarlberger Filmemachers Hans Weingartner ist der große Sieger beim Förderpreis Deutscher Film. Beim Münchner Filmfest erhielt Weingartner am Mittwoch den mit 40.000 Euro dotierten Regie-Preis.

Der Film betreibe Klassenkampf als Spiel, aus dem bald bitterer Ernst werde, ohne dabei seinen Witz zu verlieren, lobte die Jury. Für ihr "szenisches Treatment" erhielten Hans Weingartner und Katharina Held zudem eine undotierte Auszeichnung. Der Streifen um die rebellischen Außenseiter Jan, Peter und Jule hatte bereits als deutscher Wettbewerbsbeitrag auf den Filmfestspielen in Cannes für Gesprächsstoff gesorgt.

Keine Drehbuch-Prämierung

Stipe Erceg wurde für seine Rollen in den Filmen "Die fetten Jahre sind vorbei" und "Such mich nicht" als bester Schauspieler ausgezeichnet. Der Preis für die beste Darstellerin ging an Marie-Luise Schramm ("Bin ich sexy?"). Die Darstellerpreise sind mit je 10.000 Euro dotiert. Der Drehbuch-Förderpreis (20.000 Euro) wurde in diesem Jahr nicht vergeben.

Die von der HypoVereinsbank, der Bavaria Film und dem Bayerischen Rundfunk gestiftete Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten deutschen Kino-Nachwuchspreise. Insgesamt gab es aus den 25 Filmen der Reihen Neue Deutsche Kinofilme und Deutsche Fernsehfilme beim Münchner Filmfest elf Nominierungen für den Preis. (APA/dpa)

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    Hans Weingartner im Mai in Cannes

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