Thailand: 300 Schulen aus Protest gegen Gewalt geschlossen

2. Juli 2004, 14:05
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Fast täglich Anschläge muslimischer Rebellen

Bangkok - Wegen der anhaltenden Gewalt im überwiegend muslimischen Süden Thailands verweigern zahlreiche Lehrer die Arbeit. Die Schulen in der Provinz Narathiwat blieben geschlossen, bis die Regierung für mehr Sicherheit sorge, sagte am Donnerstag der Vorsitzende der regionalen Lehrergewerkschaft, Thawat Sae Ngam. Über 80 Prozent der 400 Schulen in der Provinz hätten sich dem Streik angeschlossen.

Der Süden Thailands wird seit Monaten fast täglich von Anschlägen muslimischer Rebellen erschüttert, bei denen seit Jahresbeginn über 300 Menschen ums Leben kamen. Allein am Donnerstagmorgen wurde ein Informant der Polizei getötet und ein Verkäufer angeschossen, die Häuser von drei Polizisten wurden mit Brandbomben angegriffen.

Als Reaktion auf den Streik hatte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra am Mittwoch lediglich darauf verwiesen, dass Lehrer in den drei südlichen Provinzen eine Gefahrenzulage erhielten. "Wenn sie solche Angst haben, zur Arbeit zu gehen, sollen sie sich in andere Regionen versetzen lassen", sagte der Regierungschef. (APA/AP)

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