Katholische Frauenbewegung: Konkrete Taten statt Werbespot für schlecht bezahlten Frauenberuf

22. Juli 2004, 10:50
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Höhere Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal gefordert

Wien - Die Geschäftsführung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs setzt sich für eine höhere Entlohnung und für bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal ein. "Das Image vom schlecht bezahlten Frauenberuf kann nicht durch Werbespots, sondern nur durch konkrete Taten überwunden werden", stellte kfbö-Vorsitzende Margit Hauft am Mittwoch in einer Aussendung fest. Sie appellierte an die zuständigen PolitikerInnen, vor allem im Bereich der Altenbetreuung fehlende Kollektivverträge umgehend abzuschließen und für einheitliche, in ganz Österreich geltende Berufsgesetze für diese Sparte zu sorgen. In den laufenden Finanzausgleichsverhandlungen zwischen Bund und Ländern sollten notwendige Mehrausgaben für Pflegeleistungen berücksichtigt werden. Unterschiedliche Berufsbilder und Ausbildungsstandards für Sozialbetreuungsberufe in den einzelnen Bundesländern müssten unverzüglich vereinheitlicht werden, um gleiche Bedingungen für alle Interessierten zu schaffen.

Die derzeit laufende Werbekampagne für Pflegeberufe kann nach Ansicht der Geschäftsführung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs nur ein erster Schritt zur Imageverbesserung sein. Begrüßt wird, dass in dieser Kampagne Pflegen als "Job des Lebens" auch für Männer präsentiert wird. Allerdings müssen vorerst die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit Pflegen für Männer und Frauen eine erstrebenswerte Tätigkeit wird. (red)

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