Moser als neuer Präsident angelobt

1. Juli 2004, 22:24
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Moser sieht Fiedler als "Vorbild"

Wien - Josef Moser ist am Donnerstag als neuer Rechnungshofpräsident angelobt worden. Bundespräsident Thomas Klestil gratulierte dem ehemaligen Bahnmanager und FP-Klubdirektor zu seiner Wahl und wünschte ihm "alles Gute". Danach legte Moser seinen Amtseid ab, Bundespräsident und Kanzler Wolfgang Schüssel (V) unterzeichneten die Bestellungsurkunden, dann zog man sich gemeinsam mit Schüssel, Vizekanzler Hubert Gorbach und den drei Nationalratspräsidenten zu einer kurzen Besprechung in Klestils Büro zurück.

Zur Angelobung war Moser gemeinsam mit Ehefrau und Tochter erschienen. Die Amtsübergabe im Rechnungshof war bereits um 8.00 Uhr morgens über die Bühne gegangen. "Sehr kollegial und freundschaftlich" sei dies geschehen, berichtete Moser. "Eine optimale Amtsübergabe."

Seinem Amtsvorgänger Franz Fiedler zollte Moser Anerkennung. Fiedler habe aus dem Rechnungshof eine aus der Parteipolitik herausgehaltene Institution gemacht. "Er ist ein Vorbild", betonte Moser. Dass er nun unter besonderer Beobachtung der Opposition stehen werde, die im Nationalrat gegen ihn gestimmt hat, befürchtet Moser nicht. Er werde sein Amt gemäß den Zielsetzungen ausüben, "da spielen Sympathie und Antipathie keine Rolle".

In den nächsten Tagen wird sich Moser im Rechnungshof einarbeiten und mit den Sektionschefs und Mitarbeitern besprechen. Danach seien dann auch Kontakte mit den vier Parlamentsparteien und mit den Landesrechnungshöfen vorgesehen, so Moser. Auf inhaltliche Details etwa zur Eurofighter-Prüfung, die laut SPÖ eine "erste Nagelprobe" für Moser darstellt, wollte der neue Rechnungshofpräsident nicht eingehen. Welches der erste Prüfbericht unter seiner Amtsperiode sein wird, "wird sich weisen", meinte Moser. (APA)

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