Oberösterreicher als Geisel in Affenkäfig gesperrt

2. Juli 2004, 19:16
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Wiener Bande wollte an Erbschaft von 21-Jährigem kommen - Freund sollte inzwischen Geldforderung auftreiben

Wien - Eine Bande in Wien hat zwei Oberösterreicher, die sich weigerten bei einer dubiosen Wette zu zahlen, zur Geldaushändigung gezwungen.

Einer der beiden 21-Jährigen wurde misshandelt und in einen Affenkäfig gesperrt, während der andere von zwei Bandenmitgliedern begleitet mindestens 10.000 Euro auftreiben sollte.

Die Oberösterreicher kamen durch ein Linzer Wettbüro an die Bande, nachdem sie von einer größeren Erbschaft erzählten. Daraufhin hat sie ein Spieler mit der Wiener Wettszene bekannt gemacht, die durch ein "sicheres" System das Erbe weiter vermehren wollten. Da den Oberösterreichern das System nicht geheuer war, weigerten sie sich mitzuspielen, darauf bedrohten einige Bandenmitglieder die beiden.

Auf einem Parkplatz zwischen Wien und Amstetten demonstrierten Bandenmitglieder mit Pistolenschüssen, dass sie entschlossen waren von den Oberösterreichern das Geld einzufordern. Da die 21-Jährigen dennoch nicht bezahlten, nahmen sie einen der Männer als Geisel und steckten ihn in einen Käfig in einem geschlossenen Lokal in Wien-Ottakring. Obwohl es dem Freund nicht gelang das Geld zu besorgen, hat die Bande den Oberösterreicher schließlich doch nach einem Tag frei gelassen.

Die Entführung flog erst bei Polizeiverhören nach der Verhaftung von acht Bandenmitgliedern wegen Raubüberfällen auf. Die beiden Oberösterreicher hatten aus Angst nie Anzeige erstattet und konnten erst jetzt ausfindig gemacht werden.

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