Gorbach kandidiert nicht mehr

2. Juli 2004, 17:25
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Auch Klubchef Scheibner will nicht Vizeparteichef werden - Max Walch legt keinen Wert auf Titel

Wien - Vizekanzler Hubert Gorbach (F) will beim FP-Parteitag am Samstag nicht als stellvertretender Parteiobmann kandidieren. "Ich habe darauf immer eine klare Antwort gegeben", so Gorbach am Rande der Angelobung von Rechnungshofpräsident Josef Moser. Auf die Frage, ob das bedeute, dass er nicht kandidieren meinte Gorbach knapp: "Ja".

FP-Klubobmann Herbert Scheibner hielt fest, dass er selbst nicht als Vizeparteichef kandidieren möchte. "Ein Klubobmann, der aktiv ist, ist ausgelastet", meinte Scheibner vor Sitzungsbeginn zur APA. Auf die Frage, ob er sich Volksanwalt Ewald Stadler als stv. Parteiobmann vorstellen könnte oder wünschen würde, meinte Scheibner, er wünsche sich für diese Funktion jemanden, "der sich voll und konstruktiv auf diese Aufgabe konzentrieren kann".

Walch legt keinen Wert auf Titel

Max Walch legt keinen Wert darauf, am kommenden Samstag wieder zum stellvertretenden FPÖ-Obmann gewählt zu werden. Er sei mit Arbeit überhäuft und halte von Titeln ohnehin nicht so viel, erklärte der Nationalrats-Abgeordnete Donnerstag Vormittag.

Zudem verwies Walch darauf, dass er als Bundeschef der freiheitlichen Arbeitnehmer sowieso im Vorstand vertreten sei: "Wofür soll ich dann noch stellvertretender Parteivorsitzender sein?" Ein kategorisches Nein Walchs gibt es aber nicht. Die Entscheidung über das künftige Team liege bei der designierten Parteiobfrau Ursula Haubner und werde wohl erst im Laufe des morgigen Tages endgültig fixiert. Sollte er aber nicht mehr dabei sein, wäre er "in keiner Art und Weise" beleidigt, betonte Walch.

Derzeit gibt es bei den Freiheitlichen drei Obmann-Stellvertreter. Neben Walch sind dies noch Magda Bleckmann und Thomas Prinzhorn, die jeweils schon vor einiger Zeit intern angekündigt haben sollen, nicht mehr für die Posten zur Verfügung zu stehen. (APA)

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