Paramilitärs lassen vor Friedensgesprächen Geisel frei

20. Juli 2004, 11:31
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Früherer Senator war vier Tage lang verschleppt

Bogota - Ultrarechte Paramilitärs in Kolumbien haben kurz vor den am Donnerstag beginnenden Friedensgesprächen mit der Regierung einen von ihnen verschleppten früheren Senator freigelassen. Nach Angaben der Polizei wurde der in den USA lebende Jose Gnecco in der Nähe der nördlichen Stadt Santa Maria in der Sierra Nevada einer Abordnung des Heeres übergeben. Der Ex-Senator war im Norden des Landes entführt worden, als er während seines Urlaubs an der nördlichen Karibikküste unterwegs war. Acht zusammen mit ihm verschleppte Familienangehörige kamen bereits am Montag auf freien Fuß.

Zu der Entführung hatte sich ein regionaler Kommandant der Vereinigten Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens (AUC) bekannt, der Gnecco als "Drogenhändler" bezeichnete. Die Geiselnahme hatte den Beginn der Gespräche mit der rechtsgerichteten Regierung von Staatspräsident Alvaro Uribe in Frage gestellt. Die Gespräche sollen in Santa Fe de Ralito etwa 740 Kilometer nördlich von Bogota stattfinden. (APA)

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