Angriffe der "Mahdi-Armee" im Irak

1. Juli 2004, 16:50
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Überfall auf Polizeistation in Najaf - Selbstmordattentäter gestoppt

Najaf - Schwer bewaffnete Milizionäre der schiitischen

"Mahdi-Armee" haben am Mittwoch eine Polizeistation in der irakischen

Pilgerstadt Najaf überfallen und mindestens acht Polizisten in dem

Gebäude eingesperrt. Die Milizionäre des radikalen Predigers Muktada

el Sadr, die sich in den vergangenen Wochen weitgehend ruhig

verhalten hatten, schwärmten anschließend nach Angaben aus

Sicherheitskreisen auf dem riesigen Friedhof der Stadt aus.

Die Polizei berichtete außerdem, sie habe am Mittwochmorgen an

einer Straßensperre zwischen Kufa und Najaf einen

Selbstmordattentäter gestoppt. Der bärtige Mann aus Bagdad habe in

seinem Auto Sprengstoff und Waffen transportiert. Er habe gestanden,

geplant zu haben, sich am Schrein des Imam Ali in die Luft zu

sprengen. Für die Schiiten ist der Schrein ein wichtiges Heiligtum.

Unterdessen wurde bei einem Angriff von Aufständischen auf eine

Polizeistation nördlich von Kerbala ein Polizist verletzt. Vor einer

Polizeistation im südirakischen Samawa explodierte am Mittwoch nach

Informationen des arabischen Nachrichtensenders "Al Jazeera" eine

Autobombe. Dabei seien ein Polizist und zwei Zivilisten verletzt

worden. In Diwaniya wurde ein Polizist vor seinem Haus erschossen. (APA/dpa)

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