"Bereicherung für Wien"

5. Juli 2004, 22:39
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Waldner präsentiert MQ-Umfragedaten

Wien - Das Museumsquartier, vor genau drei Jahren eröffnet, soll 2003 von rund 2,5 Millionen Menschen besucht worden sein - laut einer Hochrechnung des Marktforschers Integral (aufgrund einer Frequenzmessung) im Auftrag von MQ-Chef Wolfgang Waldner. Im Jahr zuvor waren es 2,2 Millionen gewesen. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer sprach bei der Präsentation der Zahlen von "einer Erfolgsgeschichte"; Waldner fühlt sich in seiner Arbeit bestätigt.

Denn bei einer Befragung durch den Marktforscher Sensor gaben 45 Prozent an, eine Kulturinstitution zu besuchen. Nur neun Prozent hätten überhaupt kein Interesse am kulturellen Angebot: 46 Prozent seien zumindest potenzielle Kulturbesucher.

98 Prozent der Besucher würden sich "wohl fühlen", 95 Prozent sehen im MQ eine "Bereicherung für die Stadt Wien", 94 Prozent empfinden es als "modern". 43 Prozent der Besucher sind zwischen 20 und 29 Jahre alt, das Durchschnittsalter beträgt 35 Jahre. 56 Prozent kommen aus Wien, 13 Prozent aus den Bundesländern, 31 Prozent aus dem Ausland. Und im Durchschnitt gibt jeder Besucher 15,1 Euro aus. Das MQ sei daher, so Waldner, auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Auch die meisten Institutionen konnten ihre Ziele erreichen: Das Leopold Museum, das 250.000 bis 300.000 Besucher jährlich erwartete, kam 2003 auf deren 350.000. Weit unter den Erwartungen blieb einzig das Architekturzentrum: Direktor Dietmar Steiner hatte auf 100.000 Besucher gehofft - es kamen aber nur 50.000. Er begründet dies unter anderem mit dem Ausbleiben von Subventionen und den dadurch bedingten Schließzeiten. (trenk / DER STANDARD, Printausgabe, 1.7.2004)

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