Tarifverhandlungen für deutsche Zeitschriftenredakteure vertagt

6. Juli 2004, 13:40
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Gewerkschaften fordern drei Prozent mehr Gehalt

Die Tarifverhandlungen für die 7.000 deutschen Zeitschriften-Redakteure sind nach der ersten Runde am Mittwoch in Berlin auf den 17. September vertagt worden. Auf die Forderung der Gewerkschaften nach drei Prozent mehr Gehalt habe der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) kein Angebot vorgelegt, teilten der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Gewerkschaft ver.di mit. Der VDZ habe stattdessen auf den Abschluss für die Tageszeitungen verwiesen, der eine Erhöhung von 1,3 Prozent vorsieht.

Der DJV erklärte dagegen, die wirtschaftliche Lage der Zeitschriftenverlage sei besser als bei den Tageszeitungen. So hätten die Publikumszeitschriften im ersten Halbjahr 2004 die Anzeigenmenge um 2,9 Prozent gesteigert, während der Anzeigenumfang bei den Tageszeitungen nach wie vor rückläufig sei.

Der bisherige Gehaltstarifvertrag war von DJV und ver.di fristgerecht zu Ende Mai gekündigt worden. Die nächste Verhandlungsrunde soll in Hamburg stattfinden. (APA/dpa)

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