Drehbuch für Knittelfeld II

2. Juli 2004, 13:07
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FP-Gremien und ihre Kompetenz

Am Tag vor dem Sonderparteitag am Samstag, an dem insgesamt 634 FPÖ-Delegierte im Linzer Design Center teilnehmen werden, trifft der Parteivorstand am selben Ort zur Lagebesprechung zusammen. Im Parteivorstand sitzen die Regierungsmitglieder und die Spitzenfunktionäre aus Bund und Ländern, in Summe etwa 40 Personen.

Danach wird die designierte Obfrau Ursula Haubner ihre Personalvorschläge für das Generalsekretariat in der Bundesparteileitung vorlegen. Dieses Gremium von rund 200 Personen (bestehend aus dem Vorstand, den Landtagsabgeordneten, Nationalräten und Bundesräten, sowie Vertretern der Landesgruppen) wird die künftige Leitung des Generalsekretariats absegnen. Aller Voraussicht nach werden die Kärntner Uwe Scheuch und Karl-Heinz Petritz in diese Funktion gewählt. Petritz ist schon seit Wochenbeginn in Wien und betreut derzeit interimistisch die neue FPÖ-Justizministerin Karin Miklautsch.

Am Samstagnachmittag beginnt dann das Rennen um den Sessel des Vizeparteichefs. Da die FPÖ eine basisdemokratische Partei ist, kann laut Parteistatut jeder Abgeordnete für diese Funktion kandidieren. Haubner wird zwar ihre Personalvorschläge präsentieren, FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler kann aber auch so antreten. Von den 634 Delegierten kommen 78 aus Niederösterreich, 95 aus Kärnten und 86 aus Wien. (kmo/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.6.2004)

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