Serena braust ins Halbfinale

2. Juli 2004, 11:40
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Die jüngere der Williams-Schwestern demütigt Jennifer Capriati auf heiligem Rasen mit 6:1, 6:1

London - Mit einer Demütigung für Jennifer Capriati hat Serena Williams ihre Ambitionen auf den dritten Triumph in Wimbledon in Serie eindrucksvoll unterstrichen. Die US-Amerikanerin fegte ihre Dauerrivalin am Mittwoch im Viertelfinale der 118. All England Championships in 45 Minuten mit 6:1,6:1 vom Center Court und feierte nach zuletzt zwei Niederlagen im 16. Duell den zehnten und mit Abstand deutlichsten Erfolg. In der Runde der letzten Vier trifft sie auf die Französin Amelie Mauresmo, die sich gegen die Argentinierin Paola Suarez 6:0,5:7,6:1 durchsetzte.

Ein wunderbarer Moment

"Das ist ein wunderbarer Moment nach meiner langen Verletzung", sagte Serena Williams. Die 22-Jährige hatte sich nach ihrem Vorjahressieg acht Monate lang mit Knieproblemen herumgeplagt und feierte erst bei den French Open ihr Grand-Slam-Comeback. Im Viertelfinale war sie in Paris gegen Capriati ausgeschieden, so wie zuvor schon im Halbfinale von Rom. "Wir mögen uns nicht, aber wir respektieren uns", sagte Williams und durfte sich in diesem Punkt der Zustimmung ihrer sechs Jahre älteren Kontrahentin sicher sein.

Capriati musste eingestehen, noch nie so vorgeführt worden zu sein. "Das war definitiv das beste Spiel von ihr", meinte die zweifache Australian-Open-Siegerin. "Sie hat unglaublich gut gespielt und war die klar Bessere auf dem Platz." Wie in den beiden Vorjahren musste sie im Viertelfinale die Segel streichen.

Mauresmo wartet in der Vorschlussrunde

Williams trifft nun im Semifinale auf die als Nummer vier gesetzte Mauresmo, die gegen die an Nummer neun gereihte Suarez nur im zweiten Satz einen Hänger hatte und mit einem 6:0,5:7,6:1 zum zweiten Mal in ihrer Karriere die Vorschlussrunde auf dem "heiligen Rasen" erreichte. Dort war sie in dieser Phase vor zwei Jahren ausgerechnet an ihrer zukünftigen Gegnerin gescheitert.

Die zweite Semifinal-Paarung wird zum Treffen der Generationen. Die 28-jährige US-Amerikanerin Lindsay Davenport, die 1999 an der Church Road im Finale gegen die Deutsche Steffi Graf triumphiert hatte, bekommt es mit der 17-jährigen Russin Maria Scharapowa zu tun, die zwar in Moskau geboren ist, aber seit acht Jahren in Florida lebt. (APA/dpa/Reuters)

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    Sernea Williams im Vorwärtsgang.

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