Tuberkulose Erreger: 1882 von Robert Koch entdeckt

2. Juli 2004, 23:22
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Wien - Tuberkulose ist eine von einem Bakterium (Mycobacterium tuberculosis) hervorgerufene Infektionskrankheit. Unbehandelt führt TB nach Angaben der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) in mehr als der Hälfte der Fälle in weniger als zwei Jahren zum Tod. Der Erreger wurde 1882 von dem deutschen Bakteriologen Robert Koch entdeckt.

Verdacht auf Tuberkulose

Verdacht auf Tuberkulose besteht bei einem länger als drei Wochen anhaltenden Husten, vor allem wenn dieser mit blutigem Auswurf einhergeht. Weiter Symptome sind Müdigkeit, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, leichtes Fieber, Stechen in der Brust und Kurzatmigkeit. Meist ist die Lunge betroffen, doch auch jedes andere Organ kann von TB-Bakterien befallen sein. Während eine Tuberkulose der Lunge sich häufig einfach und schnell mit einer Untersuchung des ausgehusteten Schleims nachweisen lässt, ist die Diagnose bei anderen Organen schwieriger. Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion.

Tuberkulose ist mit Antibiotika gut behandelbar. Bei konsequenter Medikamenteneinnahme ist die Krankheit in der Regel nach sechs bis acht Monaten bezwungen. Die korrekte Einnahme der Medikamente ist dabei äußerst wichtig, da sich sonst Resistenzen gegen den Erreger bilden können.

Impfung

Eine umfassende Impfung gibt es nicht. Zwar können Neugeborene unmittelbar nach der Geburt mit der so genannten BCG-Impfung (Bacille calmette Guerin) immunisiert werden. Die Wirksamkeit dieser Impfung ist jedoch hauptsächlich auf bestimmte Formen der Tuberkulose bei kleinen Kindern beschränkt und schützt nicht generell vor einer Ansteckung.(APA)

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