Neue Speichermedien sollen in den Terabyte-Bereich vorstoßen

7. Juli 2004, 10:55
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Bayer AG mit hohen Erwartungen in Blue-Ray-Technologie, die DVD-Speicherkapazität um das Fünffache übertreffen soll

Mit an der Spitze will die Bayer AG bei den neuen Kunststoffen in der Entwicklung der Polycarbonat-Technologie sein. Nach der Erfindung des Träger-Kunststoffs für Audio-CDs und DVD-Scheiben entwickelt der Konzern zusammen mit Partner die Blue-Ray-Technologie, welche die Speicherkapazität von DVDs um das Fünffache übertreffen soll.

"Die Reise geht weiter"

Der für Forschung und Entwicklung im Vorstand zuständige Udo Oels: "Aber die Reise geht weiter. Unsere Forscher haben schon die so genannten dreidimensionalen bzw. holografischen Datenspeicher auf Basis von lichtbeschreibbaren Polymeren im Auge. Damit könnten wir vom Giga- in den Terabyte-Bereich vorstoßen und in absehbarer Zukunft den Inhalt einer kompletten Hausbibliothek auf einer kleinen Scheibe speichern."

Innovationen für das Auto

Bis zu 70.000 Tonnen Produktionsmenge pro Jahr (das wären drei Mrd. Euro Umsatz) können sich Bayer-Manager für neuartige Autoscheiben aus hartem Polycarbonat vorstellen. Es bricht weniger leicht wie herkömmliche Glasscheiben und lässt sich viel besser formen. Die hinteren Seitenscheiben des "Smart" und das Heckklappenelement des Mercedes Sport Coupe sind bereits aus diesem Material.

Bei den Polyurethanen wird es bald unsichtbare Lautsprecher aus solchen Schäumen geben, die einfach in Hauswände eingebaut werden und über kleine Spulen in Schwingung versetzt werden.

Durchbruch der Nanotechnologie

Schließlich geht es bei Bayer auch um den Durchbruch der Nanotechnologie. Nur eine von vielen möglichen Anwendungen laut Oels: "Sie alle kennen Sandkörnchen, die aus Siliziumdioxid bestehen und deshalb besonders hart sind. Würde man solche Körnchen in eine Lackschichte einbringen, wäre der Klarlack zwar absolut kratzfest, aber nicht mehr transparent. (...) Erst wenn die Siliziumdioxid-Teilchen kleiner sind als die Wellenlänge des

sichtbaren Lichts, also deutlich kleiner als 400 Nanometer, werden sie vom Auge nicht mehr wahrgenommen und sind quasi transparent." (APA)

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Bayer AG

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    foto: bayer ag
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