Hoffnungsschimmer für insolvente Senator-Film

6. Juli 2004, 21:35
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Gläubiger stimmen Ausarbeitung eines Sanierungsplans zu

Berlin - Die Gläubiger der Senator Entertainment sehen für das insolvente Berliner Filmunternehmen noch eine Zukunft. Sie beauftragten den Insolvenzverwalter Rolf Rattunde mit der Ausarbeitung eines Sanierungsplans. Das sagte Rattunde am Mittwoch in Berlin nach der Gläubigerversammlung.

Er äußerte sich zuversichtlich, dass spätestens bis August wie geplant ein Investor gefunden wird. Zum Sanierungsplan gehöre auch die weitere Reduzierung der Schulden. An der Versammlung hätten etwa 20 Vertreter von Gläubigern teilgenommen. Die Aktionäre hatten bereits Mitte Juni mit der Zustimmung zu einer Kapitalherabsetzung um 90 Prozent den Weg für die Sanierung geebnet.

Der Filmproduzent und Rechteverleiher Senator ("Das Wunder von Bern" und "Good-bye Lenin") hatte im April 2004 nach massiven Abschreibungen auf Lizenzen und Beteiligungen Insolvenz angemeldet. Die Deutsche Bank London erwarb kürzlich eine Kreditforderung von 168 Millionen Euro von einem Gläubigerkonsortium. (APA/dpa)

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