Böhmdorfer geht in den Nationalrat

1. Juli 2004, 19:49
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Ex-Justizminister übernimmt Mandat von Wattaul, dieser nimmt Entscheidung "enttäuscht" zur Kenntnis

Wien- Der Ende der Vorwoche aus der Regierung ausgeschiedene Justizminister Dieter Böhmdorfer (F) geht in den Nationalrat. Er übernimmt dort das Mandat des niederösterreichischen Abgeordneten Anton Wattaul. Das teilte Klubobmann Herbert Scheibner am Mittwoch in einer Aussendung.

"Wir sind einvernehmlich zur Auffassung gekommen, dass Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer sein Nationalratsmandat annehmen soll", so Scheibner nach dem Gespräch zwischen ihm, der designierten FPÖ-Bundesparteiobfrau Ursula Haubner und Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer. "Böhmdorfer war jedenfalls nicht nur ein ausgezeichneter Justizminister, sondern er wird sicher auch ein ausgezeichneter Abgeordneter sein", meinte Scheibner.

Dieter Böhmdorfer solle nun seine fachliche und politische Expertise im Klub einbringen. Der Ex-Justizminister folgt auf das Mandat von Anton Wattaul. Der FPÖ-Klubobmann dankte dem aus dem Nationalrat ausscheidenden Abgeordneten für seine hervorragende Arbeit und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich Wattaul weiter zur Unterstützung der FPÖ und des Klubs zur Verfügung stelle.

Wattaul "enttäuscht"

Der freiheitliche Abgeordnete Anton Wattaul ist nach eigenen Angaben "enttäuscht" darüber, dass er für den früheren Justizminister Dieter Böhmdorfer Platz im Nationalrat machen müsse. "Die Entscheidung ist zu akzeptieren und zur Kenntnis zu nehmen", so Wattaul Mittwochvormittag auf APA-Anfrage. Böhmdorfer habe als Listenerster in Niederösterreich rechtlich Anspruch auf das Mandat.

Wattaul will weiter in der FPÖ mitarbeiten: "Die FPÖ ist und bleibt meine politische Heimat." (APA)

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