Mindestens vier Tote bei Anschlag der FARC

1. Juli 2004, 10:34
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Brücke in die Luft gesprengt - Auch lokaler Polizeichef soll unter den Opfern sein

Bogota - Mindestens vier Menschen sind am Dienstag in Kolumbien bei einem Bombenanschlag der linksgerichteten Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) getötet worden. Wie Polizeisprecher mitteilten, wurde bei dem Anschlag nahe San Francisco im Nordwesten des südamerikanischen Landes außerdem ein Mann schwer verletzt.

Mutmaßliche FARC-Angehörige sollen zunächst in der Nacht mit Dynamit eine Brücke in die Luft gesprengt und danach mehrere Stunden lang auf Schaulustige und Polizisten gewartet haben. Nach deren Eintreffen seien nacheinander zwei weitere Sprengladungen detoniert. Dabei seien zwei Zivilisten und zwei Polizisten getötet worden. Unter den Opfern befinde sich der Polizeichef von San Francisco, hieß es.

Der Anschlag wurde kurz vor der Aufnahme von Friedensgesprächen zwischen der konservativen Zentralregierung und den rechtsgerichteten Milizen verübt, die sich mit den FARC und anderen linken Rebellengruppen heftige Kämpfe liefern. Der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe will die rund 12.000 Mitglieder der rechtsgerichteten "Vereinigten Selbstverteidigungskräfte" (AUC) zur Abgabe ihrer Waffen bis 2006 bewegen. (APA/dpa)

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