Großkraftwerkpläne im Ötztal

2. Juli 2004, 23:25
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Tiwag will in Speicherkraftwerk investieren, Geheimnis um Standort

Das Sulztal, ein Seitental des Ötztales bei Längenfeld, steht im Mittelpunkt von Spekulationen, wonach die landeseigene Tiwag im dortigen Ruhegebiet das leistungsstärkste Speicherkraftwerk Tirols errichten will. Dem Vernehmen nach soll eine Milliarde Euro investiert werden. Der neue Tiwag-Chef Bruno Wallnöfer will bis zum Herbst einen "Optionenbericht" über mögliche Standorte von Speicherkraftwerken vorlegen. Bis dahin gilt in der Tiwag Informationssperre.

Eine Staumauer im Sulztal war bereits in den Dreißigerjahren, während der NS-Zeit und zuletzt 1998 im Gespräch. Vor sechs Jahren hat die Tiwag weitgehend ausgearbeitete Projekte im Sulztal und im Pitztal (Rifflsee) wegen der bevorstehenden Strommarktliberalisierung schubladisiert.

VP, SP und FP haben den Kraftwerksplänen bereits grundsätzlich zugestimmt. Die Grünen bestreiten eine energiepolitische Notwendigkeit, der teure Spitzenstrom eines Speicherkraftwerks würde nur die Tiwag-Bilanzen aufbessern. (hs/DER STANDARD; Printausgabe, 30.6.2004)

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