Ein familiärer Abschied

13. Juli 2004, 16:12
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Nicht jeden Bald-Maturanten lockt die Masse - Für uns ist die Dimension dieses abschließenden Zusammentreffens einer Klasse zu groß

Masse macht nicht Klasse! Ganz im Gegenteil. Für uns ist die Dimension dieses abschließenden Zusammentreffens einer Klasse zu groß.

Wir würden eine Maturareise im "familiären" Rahmen bevorzugen, da sie für uns eine Verabschiedung von langjährigen Freunden ist. Dieses bedeutende Ereignis sollte nicht in einer unpersönlichen Veranstaltung mit 5000 Teilnehmern untergehen.

Trotz des facettenreichen Angebotes an Freizeitaktivitäten und der Fülle an Möglichkeiten, seiner Freude über das erfolgreiche Bestehen der Reifeprüfung Ausdruck zu verleihen, ziehen wir diesen verlockenden Angeboten die persönliche Atmosphäre abseits der "Hektomatikwelt" vor. Wir verzichten auf nervige Animationen, langes Anstellen und volle Pools.

Unseren Vorstellungen entspricht eher ein entspannter, gemütlicher Aufenthalt im Ausland, wo das Ende von acht Jahren Schulbankdrücken ausgelassen gefeiert werden kann. Gemütlicher Stadtbummel, Sightseeing, Shoppen und der Badespaß dürfen nicht zu kurz kommen - Organisation und Zeitplan bleiben dabei aber uns überlassen.

Doch was zieht dann so viele Maturanten jedes Jahr zu diesem Event der Superlative? Stehen nur mehr der Spaß und das Phänomen Masse im Vordergrund - oder gibt es da noch einen Bezug zur Klasse? Wir wissen es nicht - sicher ist nur, dass für uns diese Maturareise nicht infrage kommt. (DER STANDARD; Printausgabe, 30.6.2004)

Von Wolfgang Niel und Anton Svoboda

Die Autoren sind Schüler des Wiener BG 13 . Sie "schnupperten" im Rahmen einer Projektwoche beim STANDARD. Sie werden nächstes Jahr maturieren und machen sich schon Gedanken über ihre Maturareise

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