Flip-Flops enthalten häufig hochgiftige Schadstoffe

6. Juli 2004, 10:58
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Billiges Modell schnitt mit "Sehr gut" ab, teuerstes Paar Schlapfen nur "ungenügend"

Frankfurt/Main - Flip-Flops und Bade-Spielzeug sind einer Untersuchung aus Deutschland zufolge häufig mit hochgiftigen Chemikalien belastet und können sogar unfruchtbar machen. Das Konsumentenmagazin "Öko-Test" untersuchte 25 Flip-Flops und fand in 17 Produkten teils hohe Mengen von Stoffen, die bereits in kleinsten Mengen das Immun- und Hormonsystem von Tieren und vermutlich auch des Menschen durcheinander bringen können. Auch in 14 von 18 getesteten aufblasbaren Bade-Spielsachen fanden sich die Stoffe, wie das Magazin berichtete.

Billig ist nicht automatisch schlechter

Interessantes Detail: Ein sehr preisgünstiges Modell, ein Schlapfen von H&M um 4,90 Euro erhielt die Note "Sehr gut", das teuerste Modell "Miss Sixty Kitten Shoes" um 44,90 Euro fiel glatt durch, auch ein preisgünstiges Modell von Görtz um 9,95 Euro war "Sehr gut".

Dauerhafte Schäden der Fortpflanzungsfähigkeit durch Chemikalien

In den Flip-Flops wie in den Spielsachen entdeckten die Experten hormonwirksame Phthalate und zinnorganische Verbindungen. Die als Weichmacher eingesetzten Phthalate können zu dauerhaften Schäden der männlichen Geschlechtsorgane und der Fortpflanzungsfähigkeit führen, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnte. Die gefundenen Werte hätten zum Teil um ein Vielfaches über den Mengen gelegen, die in Tierversuchen zu Hodenschäden führen. (APA/AP)

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Ökotest

Test Der Schülerstandard testete Flip-Flops
Erholung für die Füße
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