ÖGB mahnt Konjunkturanreize ein

6. Juli 2004, 09:37
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Steuersenkung für kleine und mittlere Einkommen wäre der "richtige Weg" - Unnötige Arbeitszeitdebatte verunsichert Menschen

Wien - "Die Regierung hat es jahrelang verabsäumt, Konjunkturanreize zu setzen." Mit diesen Worten hat ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch die vom Wifo am Dienstag vorgelegten Zahlen für das heimische Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2004 kommentiert. In einer Aussendung kritisierte Verzetnitsch, die Regierung verunsichere "die Menschen in unserem Land mit einer völlig unnötigen Arbeitszeitdebatte und einer Pensionsreform, die längst beschlossen sein könnte".

Inlandsnachfrage ankurbeln

Für eine nachhaltige Konjunkturbelebung wäre eine umfassende Steuersenkung für kleine und mittlere Einkommen der "richtige Weg", betonte der ÖGB-Boss einmal mehr. Dies würde die Inlandsnachfrage ankurbeln. Außerdem sollte die Negativsteuer für jene Wenigverdiener, die derzeit keine Abgaben zahlen, von 110 auf 220 Euro verdoppelt werden.

Nach dem mäßigen Wachstum im Vorjahr hat Österreichs Wirtschaft auch im ersten Quartal 2004 keinen Gang zulegen können: Laut Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem ersten Quartal 2003 um 0,7 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent. In der Eurozone stieg es im Jahresvergleich um 1,3 Prozent und im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent. (APA)

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