"Wiesner fragt" ab 13. Juli - Erster Gast: Westenthaler

19. Juli 2004, 14:03
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Politiker werden mit früheren Aussagen konfrontiert - "Inquisitions-TV" will Robert Wiesner nicht machen

Dass das Archiv Journalisten optimale Rache-Möglichkeiten an Politikern bietet, weiß man seit Robert Hochner: Sein entsprechender Ausspruch ist schon längst legendär. Einer seiner ORF-Kollegen setzt die These nun in die Tat um. "Wiesner fragt" ab 13. Juli: Robert Wiesner konfrontiert in dieser auf fünf Teile angelegten Reihe Politiker mit früheren Aussagen. Zu sehen ist die Sendung jeweils dienstags um 22.30 Uhr. Erster Gast ist der frühere FPÖ-Politiker Peter Westenthaler.

Auch amtierende Politiker kommen zu Besuch

Die gute Nachricht: Entgegen des im Mai angekündigten Konzepts werden nun doch auch amtierende Politiker zu Besuch kommen und sich den Fragen - und ihrer eigenen Vergangenheit - stellen. "Wie ticken die Leute, die die Politik machen, wie gehen sie mit Brüchen, Widersprüchen und Kompromissen ihrer Laufbahn um, was steckt hinter den Inszenierungen?" fragte sich Wiesner bei der Konzipierung der Sendung.

"Sprüche und Widersprüche"

Der Gast des Abends wird per Videoclip mit "Sprüchen und Widersprüchen" konfrontiert. Welche Zuspielung gerade passt, entscheidet der Moderator Wiesner selbst. Schließlich will er "Antworten herauskitzeln, die ich sonst nicht kriegen würde". Allerdings: "Inquisitions-TV" will Wiesner nicht machen. "Im besten Fall nehmen wir unsere Gäste auseinander, betrachten die Teile liebevoll von allen Seiten und setzen sie dann behutsam wieder zusammen." (APA)

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    foto: orf/schafler
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