UNIQA kann Mannheimer übernehmen

6. Juli 2004, 11:17
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EU-Kommission gibt grünes Licht - Keine wettbewerbsrechtlichen Probleme

Brüssel - Die EU-Kommission hat am Dienstag grünes Licht für die Übernahme des deutschen Versicherungskonzerns Mannheimer durch die österreichische Versicherungsgruppe UNIQA gegeben. Durch den Zusammenschluss würden keine Wettbewerbsprobleme entstehen, weil sich die jeweiligen Tätigkeitsfelder der beiden Unternehmen nur geringfügig überlappen, teilte die Kommission in Brüssel mit. UNIQA sei hauptsächlich in Österreich tätig, während Mannheimer sich auf den deutschen Markt konzentriere.

Planmäßige Sanierung

Bereits in der Vorwoche hat die UNIQA den Vergleich mit jenen Aktionären, die gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung am 27. Februar Anfechtungsklage erhoben hatten, bekannt gegeben. Die Sanierung für den angeschlagenen deutschen Versicherer könne plangemäß umgesetzt, die Kapitalmaßnahmen mit UNIQA International Beteiligungs-Verwaltungs GmbH als ausschließliche Zeichnerin der Kapitalerhöhung fristgerecht bis zum 30. Juni umgesetzt werden, hatte es in einer UNIQA-Mitteilung geheißen.

Der Sanierungsplan sieht vor, dass die UNIQA ihren Aktienanteil von knapp 20 auf fast 88 Prozent erhöht. Nach dem Konzept soll das Grundkapital der Mannheimer AG Holding zur Verlustabdeckung von derzeit 25,8 Mio. auf 10,1 Mio. Euro herabgesetzt werden. 53 Mio. neue Aktien sollen dann zu einem Stückpreis von 1,50 Euro an die UNIQA verkauft werden. Die anderen Aktionäre sollen daran nicht beteiligt werden.

Insolvenz drohte

Die Mannheimer war durch die finanzielle Schieflage ihrer Lebensversicherungstochter in tiefrote Zahlen gerutscht. Die drohende Insolvenz konnte Mitte vergangenen Jahres nur durch eine Einigung mit der von der deutschen Versicherungswirtschaft getragenen Auffanggesellschaft Protektor verhindert werden. (APA)

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