Qualimodus bleibt vorerst unangetastet

21. Juli 2004, 15:39
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Gegen den Vorschlag von Bernie Ecclestone abgestimmt

London/Hamburg - Die Qualifikation in der Formel 1 wird auch in den verbleibenden neun Saisonrennen in einem Einzelzeitfahren entschieden. Die Formel-1-Kommission des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) stimmte am Montag gegen den Vorschlag von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, die Qualifikation ab dem Grand-Prix-Wochenende in Silverstone (9.-11. Juli) zu reformieren und damit spannender zu gestalten. "Es wird überhaupt keine Veränderungen geben. Es bleibt so langweilig wie es war", sagte der 73-Jährige nach einem achtstündigen Sitzungsmarathon.

Die Abschaffung des bei Medien und Zuschauern ungeliebten Einzelzeitfahrens zur Saisonmitte scheiterte dem Bericht nach am Veto der kleineren Formel-1-Teams wie Minardi oder Jordan. Diese fürchteten demnach, bei der angedachten Regeländerung nicht mehr so häufig im TV-Bild zu erscheinen und dadurch Sponsoren zu verlieren. Bei dem neuen Modus hätten alle Fahrer gemeinsam zu zwei 25-minütigen Zeittrainingseinheiten auf die Strecke gehen sollen.

Da die Chefs der zehn in der Formel 1 vertretenen Teams dem neuen Modus auf Drängen Ecclestones eigentlich schon zugestimmt hatten, kam das Festhalten an dem 2003 eingeführten Einzelzeitfahren letztlich überraschend. "Wir haben eine Veränderung bekannt gegeben und nun haben wir es plötzlich gestoppt", sagte Jaguar-Teamchef Tony Purnell. "Ich denke, dass dies schlecht für die Formel 1 ist."(APA/dpa)

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