Neuronen bei Nacht: wie Fußballfans in der La-Ola-Welle ...

5. Juli 2004, 12:58
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Dass der Lernerfolg umso besser ist, je tiefer der Schlaf ist, bestätigt jetzt ein Schweizer Forscher

Bern - Der Schlaf ist die Mutter des Lernens. Schlafend nämlich verarbeitet und festigt das Gehirn Neugelerntes. Dies zeigt eine in der Juli-Ausgabe der Wissenschaftzeitschrift "Nature" publizierte Studie.

Sobald der Mensch tief schläft, vereinigen sich seine Hirnzellen zu einer Einheit, berichtete der Schweizerische Nationalfonds (SNF) am Dienstag. Der SNF hatte die Studie unterstützt. Gleich Fußballfans in der La-Ola-Welle reagieren Millionen von individuellen Zellen gleichzeitig mit einem elektronischen Signal.

Hirnwellen festigen das frisch Gelernte

Die Rolle dieser Hirnaktivität war bisher weitgehend unbekannt. Studienverfasser Reto Huber erwies laut SNF an der Universität Wisconsin in Madison (USA), dass diese langsamen Hirnwellen frisch Gelerntes zu festigen scheinen.

Studierende tun also gut daran, vor einer Prüfung eine Runde zu schlafen, bringt der SNF die Nutzanwendung auf den Punkt. Und: Je tiefer der Schlaf, desto besser der Lernerfolg.

Der Schweizer Forscher hat für seine Studie die Hirnströme von Testschläfern gemessen. Diese hatte er zuvor einer Lernaufgabe unterzogen. In der vom Test beanspruchten Hirnregion zeigten sich bei der Messung langsame Hirnstromwellen - und nur dort. Am nächsten Morgen zeigten die Probanden mit den größten langsamen Hirnstromwellen beim Test die besten Resultate. (APA)

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Nature

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