Wohnungsmieten und Büropreise leicht gesunken

8. Juli 2004, 15:47
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Geschäftslokale wurden 2003/04 fast durchgehend günstiger - Preisentwicklung bei neuen und gebrauchten Eigentumswohnungen streut sehr stark

Wien - Die Preise für frei vermietbare Mietwohnungen sind in Österreich laut dem am Dienstag vorgelegten Immobilienpreisspiegel 2003/04 überwiegend leicht gesunken. Die Mieten neu vermieteter Büros stagnierten im wesentlichen, gingen aber in einigen Bundesländern, darunter auch Wien, spürbar zurück. Allerdings hat sich der Rückgang in den vergangenen zwölf Monaten wesentlich eingebremst.

Rückgänge in sechs Bundesländern

In Wien sanken die Mieten bei neu vermieteten Wohnungen mit freier Mietzinsvereinbarung um 0,4 Prozent und auch in weiteren fünf Bundesländern wurden Rückgänge verzeichnet, darunter am stärksten mit minus 1,4 Prozent in Salzburg. Leichte Steigerungen zwischen 0,2 und 0,7 Prozent registrierte der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) lediglich im Burgenland, Oberösterreich und der Steiermark.

Die Büro-Mieten gaben in Wien um 1,4 Prozent nach, am stärksten gingen sie in Niederösterreich (-5,7 Prozent) und Kärnten (-3,3 Prozent) zurück. Das stärkste Plus gab es mit 3,1 Prozent in der Steiermark, wobei auch hier jeweils die Neuvermietungen zwischen April 2003 und März 2004 berücksichtigt sind. Insgesamt wurden Büros in fünf Bundesländern teurer, in vier billiger, wobei sich die relevanten Immobilienmärkte auf die Landeshauptstädte konzentrieren.

Stärkster Rückgang bei Geschäftslokalen in NÖ

Geschäftslokal-Mieten wurden fast durchgehend günstiger. In sieben Bundesländern gingen die Preise zurück, darunter in Wien um 3,7 Prozent, am stärksten in Niederösterreich um 8,7 Prozent, im Burgenland um 5,8 und in Vorarlberg um 5,1 Prozent. Leichte Anstiege gab es nur in Salzburg mit 2,3 Prozent und in Kärnten mit 0,9 Prozent.

Bei neu errichteten Eigentumswohnungen wurde der stärkste Preisanstieg mit 6,7 Prozent in Graz verzeichnet. Rückgänge gab es lediglich in St. Pölten mit 3,3 Prozent und in Linz mit 0,3 Prozent. In den übrigen Landesmetropolen stagnierten die Kaufpreise oder stiegen marginal an, zum Beispiel in Wien um 0,5 Prozent.

Eigentumswohnungen in Wien und St. Pölten billiger

Indifferent war die Preisentwicklung bei gebrauchten Eigentumswohnungen: In Wien wurden sie um 2,4 Prozent billiger, in St. Pölten sogar um 9,8 Prozent. Massiv teurer wurden sie dagegen mit 13,3 Prozent am kleinen Immobilienmarkt in Eisenstadt. Von den übrigen sechs Landesmetropolen zogen die Preise bei den Verkäufen gebrauchter Eigentumswohnungen in vier Fällen an und gingen in zwei Fällen zurück. (APA)

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