Renate Lehner neue Vizepräsidentin der Arbeiterkammer

8. Juli 2004, 21:05
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Vollversammlung nach Wahlen mit mehr Frauen und MigrantInnen besetzt

Wien - Die konstituierende Vollversammlung der AK Wien hat am Dienstag die Führungs-Organe der Arbeiterkammer für die kommende Funktionsperiode gewählt. Dem fünfköpfigen Präsidium gehören neben AK Präsident Herbert Tumpel die Vizepräsidenten Werner Lahner, Dwora Stein, Norbert Bacher und als neue Vizepräsidentin Renate Lehner an. In den AK Vorstand wurden neben den Mitgliedern des Präsidiums 14 KammerrätInnen gewählt.

Für die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der GPA, Dwora Stein und für den geschäftsführenden Zentralsekretär der Gewerkschaft der Eisenbahner, Norbert Bacher, ist es bereits die zweite Periode als AK Vizepräsident/Vizepräsidentin.

Neues Mitglied Renate Lehner

Neu im Präsidium ist Renate Lehner. Renate Lehner begann eine Lehre als kaufmännische Angestellte in der Niederösterreichischen Molkerei. Seit diesem Zeitpunkt hatte sie auch bereits Kontakt zur Gewerkschaft der Lebensmittel- und Genussmittelarbeiter. Ab 1985 war sie dann auch in der Gewerkschaft LUGA beschäftigt. Seit dem Jahr 2000 ist Renate Lehner Zentralsekretärin in der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe und Persönlicher Dienst.

In den AK Vorstand wurden neben den fünf Präsidiumsmitgliedern 14 KammerätInnen gewählt. Die AK Vorstandsmitglieder: Fritz Verzetnitsch, Sylvia Ledwinka, Erika Nussgraber-Schnabl, Wilhelm Beck, Ilse Fetik, Karl Proyer, Norbert Scheed, Josef Macek, Christian Meidlinger, Johann Driemer (alle FSG), Alfred Gajdosik, Christina Götz, Alfred Hoch (ÖAAB), Klaudia Paiha (AUGE-UG).

Mehr Frauen, mehr zugewanderte ArbeitnehmerInnen

Mehr Frauen, mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ausländischem Hintergrund lautet das Fazit bezüglich der neuen Zusammensetzung der Vollversammlung der AK Wien. Im "Parlament der Arbeitnehmer" hat die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) mit 128 VertreterInnen die absolute Mehrheit.

Mehr Frauen sind seit heute in der Vollversammlung der AK Wien vertreten: Rund 40 Prozent der Kammerräte sind Frauen. Bisher waren es ein Drittel. Auch gibt es in der Vollversammlung doppelt so viele KammerrätInnen mit ausländischem Hintergrund als bisher.

Mandats-Verteilung

Mit 128 von 180 Mandaten hält die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) die absolute Mehrheit im "Parlament der Arbeitnehmer". Gegenüber der AK Wahl 2000 hat die FSG 10 Mandate dazugewonnen. Der ÖAAB hält 26 KammerrätInnen, 4 weniger als bisher. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) haben 7 Mandate (bisher 16), die AUGE/UG (Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen) haben 10 Mandate, bisher 8, die Grünen ArbeitnehmerInnen (GA) haben wie bisher 4 Mandate. Das Bündnis Mosaik hat 3 Mandate, 1 Mandat mehr als bisher, die Bunte Demokratie für Alle stellt wie bisher einen Kammerrat, ebenso der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB). (red)

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    Renate Lehner
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